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Der Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik ist Teil der Aachener Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen (AVT). Er besteht aus etwa 30 wissenschaftlichen und 10 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern und wird von Prof. Dr.-Ing. T. Melin geführt. Die Forschung konzentriert sich auf alle Bereiche der Membranverfahren sowie der Prozessintensivierung, technische Elektrophorese und Reaktionstechnik.
Ihr Profil
Wir erwarten, dass Sie Ihr Hochschulstudium im Bereich Verfahrenstechnik, Naturwissenschaft, Maschinenbau oder einer verwandten Fachrichtung zügig mit überdurchschnittlichen Leistungen abgeschlossen haben. Sie sollten sowohl Spaß am praxisnahen experimentellen Arbeiten haben, als auch solide theoretische Grundlagen im Bereich der Verfahrenstechnik mitbringen. Kenntnisse auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Membranverfahren sind wünschenswert aber keinesfalls Voraussetzung. Wegen der Zusammenarbeit mit einem niederländischen Projektpartner sollten Sie fortgeschrittene Englischkenntnisse besitzen.
Ihre Aufgaben
Durch die zunehmende Wasserknappheit in vielen Gebieten und Ländern der Erde gewinnt die Meerwasserentsalzung eine immer wichtigere Rolle bei der Wasserversorgung der Landwirtschaft, der Industrie und weiter Bevölkerungsteile.
Die Umkehrosmose (RO von engl. reverse osmosis) ist in den letzten Jahren zur weltweit meistverbreiteten Technologie bei der Entsalzung von Meer und Brackwasser geworden. Bei der Entsalzung mittels RO bestimmt vor allem die Wasservorbehandlung über die Gesamteffizienz einer Entsalzungsanlage. Die Vorbehandlung ist dabei ein notwendiger Verfahrensschritt zum Schutz der Membranen, zur Verhinderung von Fouling und sichert somit einen optimalen und effizienten Betrieb der Entsalzungsstufe.
Bisher kommt bei der Umkehrosmoseentsalzung vornehmlich die so genannte konventionelle Vorbehandlung bestehend aus Sandfiltration, Flockung, Flotation etc. zum Einsatz. In den letzten Jahren wurde daneben die Ultrafiltration (UF) als Alternative zur konventionellen Vorbehandlung in mehreren Pilot- und Großanlagen eingesetzt. Die Ultrafiltration garantiert eine höhere Wasserqualität, da ein deutlich höherer Anteil an kritischen Verunreinigungen aus dem RO Feedwasser entfernt werden kann, als dies bei der konventionellen Vorbehandlung der Fall ist.
Im Rahmen zweier Projekt, die in enger Kooperation mit Industriepartnern durchgeführt werden, soll die Effizienz der Ultrafiltration bezüglich des Rückhalt organischer Komponenten im Meerwasser sowie der Betrieb einer UF-RO Hybridanlage optimiert werden.
Weiterhin sollen ausgehend von Pilotanlagenversuchen semi-empirische Modelle für die Vorbehandlung entwickelt werden, um eine Auslegung von UF-RO Hybridanlagen zu ermöglichen.
Als zentrales Werkzeug stehen Ihnen dazu Zugang zu einer Pilotanlage eines Wasserbetreibers in den Niederlanden, deren Dauerbetrieb Sie wissenschaftlich begleiten sollen, eine transportable Laboranlage für weitergehende Untersuchungen sowie die umfangreiche Analytik im Labor des Instituts zur Verfügung.
Neben der Arbeit an Ihrem Projekt im Bereich der Meerwasserentsalzung gehört die Gestaltung des Vorlesungs- und Übungsbetriebs und die Betreuung von Studien- und Diplomarbeiten mit zu Ihren Aufgaben. Im Rahmen der auf vier bis fünf Jahre angelegten Beschäftigung besteht die Möglichkeit zur Promotion.
Unser Angebot
Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen und befristet auf 1 Jahr. Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt 39,83 Stunden. Eine Promotionsmöglichkeit besteht. Die Eingruppierung richtet sich nach dem TV-L. Die RWTH Aachen ist für ihre Bemühungen um die Gleichstellung von Mann und Frau mit dem Total-E-Quality-Award ausgezeichnet worden. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen in den Entgeltgruppen bzw. Laufbahnen, in denen eine Unterrepräsentanz von Frauen besteht, bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Auf § 8 Abs. 6 Landesgleichstellungsgesetz NW (LGG) wird verwiesen.
Die RWTH Aachen ist für ihre Bemühungen um die Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen mit dem Prädikat behindertenfreundlich ausgezeichnet worden. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Dies gilt auch für Gleichgestellte im Sinne von § 2 SGB IX.
Ihr/e Ansprechpartner/in
Für Vorabinformationen steht Ihnen Herr Dipl.-Ing. Clemens Fritzmann Tel. 0241 8095149
oder Fax 0241 8092252
oder E-Mail clemens.fritzmann@avt.rwth-aachen.de zur Verfügung.
Nutzen Sie auch unsere Webseiten zur Information: http://www.avt.rwth-aachen.de Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 30.08.2008 an Lehrstuhl für chemische Verfahrenstechnik Prof. Dr.-Ing. T. Melin Turmstraße 46 52056 Aachen