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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783550087486
ISBN: 3550087489
Label: Ullstein Hc
Hersteller: Ullstein Hc
Anzahl Seiten: 928
Erscheinungsdatum: Oktober 01, 2008
Herausgeber: Ullstein Hc
Studio: Ullstein Hc
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Rechtzeitig zum doppelten Darwinjubiläum im Jahr 2009, in dem sich der Geburtstag des Naturforschers zum 200. und das Erscheinen seines revolutionären Hauptwerks über
Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl zum 150 Mal jähren, drängen massenhaft neue oder neu aufgelegte Bücher seiner Jünger und Epigonen auf den Markt. Bei dem hier anzuzeigenden Werk aus der Feder des britischen Evolutionsbiologen und bekennenden âUltradarwinisten“ Richard Dawkins handelt es sich um letzteres.
Vier Jahre nach Erscheinen des von Fachwelt, Medien und Publikum gleichermaÃen bejubelten Bestsellers des Oxfordprofessors, der im Original den Titel
The Ancestor’s Tale. The Pilgrimage to the Dawn of Life trägt, liegt nun eine hochwertige, ansprechend aufgemachte und insgesamt recht ordentlich übersetzte deutsche Ausgabe vor. Einzig der Titel lässt zu wünschen übrig, denn er verschleiert das Konzept des Autors, der inspiriert von Chaucers
Canterbury Tales den Leser auf eine fast 900 Seiten lange Pilgerreise zu den Ursprüngen des Lebens mitnimmt. Eine bemerkenswerte Terminologie übrigens für einen beinahe militanten Atheisten und streitbaren Religionskritiker. Aber durchaus mit Bedacht gewählt, denn als Missionar der Vernunft ist er nach eigenem Bekunden genau deshalb ein Gegner des Glaubens an das Ãbernatürliche, weil dieser es auf entsetzliche Weise versäume, der âerhabenen GröÃe der wirklichen Welt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“.
Obwohl ein glühender Verfechter des Darwinismus, lehnt Dawkins die Vorstellung einer zielgerichteten Evolution, die womöglich in dem alles andere als perfekten Homo sapiens kulminiert, ab. Weil er die Entwicklungsgeschichte des Lebens als unwiederholbar erachtet, zeichnet er sie in seinem Buch auch im Rückwärtsgang nach: Mensch – Menschenaffen – Primaten – Säugetiere – Wirbeltiere – Deuterostomier und so weiter bis hin zum allerletzten Urahn allen Lebens. Richard Dawkins, der nicht umsonst zu den herausragenden Intellektuellen unserer Zeit gezählt wird, ist mit diesem Buch, das durchaus das Zeug zum Standardwerk hat, ein groÃer Wurf gelungen. Spannender und unterhaltsamer kann man Naturwissenschaft für den Laien verständlich kaum aufbereiten.
Franz Klotz
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

-
Herrlich, wie Dawkins auf die Kreationisten eindrischt, genau an den Stellen, wo die Munition am schärfsten ist. Hier scheiden sich wirklich die Geister in klein und offen. In nur zehn Jahren wird man diese Passagen kaum mehr begreifen, weil die George W. Bush-Episode schon so lange her ist, aber heute ist diese Form der Auseinandersetzung schlicht notwendig. Danke dafür!
Leider verschwurbelt Dawkins gelegentlich an manchen Stellen, wo uns statt (Noch-Nicht-) Wissen nur vernünftiges Glauben zur Verfügung steht. Etwas ermüdend ist seine Lust an der Wiederholung.
Das Konzept der Begegnungen auf der Reise 'vorwärts' in die Vergangenheit führt elegant weg von der anthropozentrischen Sichtweise "Donnerwetter, von denen stammen wir auch ab? So wichtig sind wir?".
Es tut uns Dinos der Gegenwart ganz gut, daran erinnert zu werden, dass wir nur ein Fliegendreck in einer Vielzahl gewaltiger miteinander verflochtener Stammbäume von Arten und Genen sind.
Bewertung:

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Leider ist dies ein Buch, das nicht auf der Höhe der Zeit ist. Was Ursprung des Lebens wirklich heisst, kommt bei Dakwins gar nicht oder nur am Rande zur Sprache: RNA-Welt (Carl Woese), Gene unter dem Kommando von RNA, horizontaler Gentransfer (Austausch von Genen zwischen lebenden Einheiten) und Endosymbiose (das Paradebeispiel von biologischer Kooperation überhaupt). Um die Frage was Leben ist, drückt sich der Autor geschickt herum. Ausgerechnet die Vererbung sei es, die Leben ausmache. Nur leider passt da der horizontale Gentransfer (der spielerische Austausch von Genen zwischen lebenden Einheiten), der am Beginn der Evolution über hunderte von Millionen Jahre die absolut vorherrschende Form der Vererbung war, ganz schlecht ins Konzept. Last but not least: Das Human Genome Project und die Analyse weiterer Genome barg eine Fülle neuer Erkenntnisse zu der Frage, wie sich das System der Gene evolutionär entwickelt hat, dazu aber leider völlige Fehlanzeige. Warum? Weil der Autor ...
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Bewertung:

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Dies ist mal ein Buch von Richard Dawkins, was mir uneingeschränkt gefällt. Im Vordergrund steht die Evolution und Geschichte des Lebens (und weniger die Evolutionstheorie). Und in der Hinsicht habe ich bislang kaum ein ähnlich informatives und vor allem auch gut lesbares Buch in der Hand gehabt. Man erhält einen hervorragenden Überblick über die gesamte Geschichte des Lebens, so wie sich die Evolutionsbiologie dies aktuell vorstellt. Im Grunde ist das Buch so etwas wie Bill Brysons Eine kurze Geschichte von fast allem, jedoch eingeschränkt auf die Geschichte des Lebens. Es eignet sich auch sehr gut als Weihnachtsgeschenk für biologisch interessierte Schüler und Schülerinnen.
Im Rahmen des Buches begibt sich Dawkins - in Anlehnung an Geoffrey Chaucers mittelalterliche Erzählungen The Canterbury Tales - auf eine zeitlich rückwärts gerichtete Pilgerreise durch die Geschichte des Lebens, angefangen von heute bis zu seiner Entstehung, wobei man sehr viel über verschiedene ...
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Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat vor einiger Zeit mit seinem Buch "Der Gotteswahn" eine heftige Diskussion ausgelöst, an der sich auch der Rezensent in vielen Rezensionen beteiligt hat. Er vertritt dabei einen aggressiven Atheismus und stellt alle Religionen in einem wahren Furor, der jeglicher intellektueller Redlichkeit Hohn spricht , unter den Generalverdacht des Wahnsinns.
Das ist eine gefährliche, dogmatische und generalisierende Verurteilung aller Religionen, die mehr über den Autor aussagt und seine Probleme damit, als über das Thema selbst. Das vorliegende, in den USA schon 2004 veröffentlichte opus magnum von Dawkins allerdings behandelt dieses Thema überhaupt nicht. Sondern es geht in diesem wie ein wissenschaftliches Lesebuch zu lesenden Werk um eine komplette Darstellung seiner evolutionsbiologischen Forschungen, die sich immer wieder auf Charles Darwin beziehen.
Es ist das erste Buch dieser Art, das sowohl wissenschaftlich fundiert als auch ...
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