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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783100629425
Ausgabe: 6., Aufl.
ISBN: 3100629426
Label: Fischer (S.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (S.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 336
Erscheinungsdatum: März 14, 2007
Herausgeber: Fischer (S.), Frankfurt
Studio: Fischer (S.), Frankfurt
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Ein hervorragendes Buch, welches konsequent die Veränderungen unserer Umwelt unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Und eben nicht wie so oft unter rein ökonomischen einerseits oder romantisierenden Aspekten andererseits.
Das weitverbreitete romantisierende Naturverständnis geht von "statischen Gleichgewichten" aus, die der "Mensch" böse zerstört. Die Schöpfung wird harmonisch gedacht und idealisiert. REICHHOLF als Professor für Zoologie in München weiß es besser. Natur ist ein dynamischer Prozess dauernder Veränderungen. So wandelte sich das Klima auch in geschichtlicher Zeit oft und auch abrupt ohne menschliches Zutun. Arten kamen und verschwanden gemäß den Regeln der Selektion und der Anpassung. Den Einfluss der modernen Gesellschaft vornehmlich als umweltzerstörend zu beschreiben stellt die Menschen außerhalb der Natur und ist damit nicht ökologisch gedacht. REICHHOLF beschreibt, dass die Industrialisierung nicht nur negative sonder auch positive ...
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Reichholf vermag es, grosse Entwicklungslinien nachzuzeichnen. So, wenn er die historischen Migrationsstöme erklärt oder die weltanschaulichen Bewegungen, die sich auf Cuvier, Darwin und Haeckel gründen. Das alles lässt sich mit grossem Gewinn lesen. Mindestens ebenso lohnend ist es, wenn Reichholf bei den Fakten bleibt. Er ist ein Meister der Tiefenschärfe, beseelt von einer überbordenden Fülle von Kenntnissen. Das Buch liest sich nicht weg wie ein Thriller, es macht Mühe und erfordert Konzentration. Die Gedankenlinien mäandern zielstrebig und gleichwohl suchend umher, umkreisen, illustrieren und beweisen immer wieder diesselben Grundgedanken. Dabei hämmern sie unentwegt auf das Bewusstsein des Lesers und zielen darauf ab, dessen Denken zu verändern.
Der Autor geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach:
Er seziert die Befangenheit und Borniertheit des "ökologischen"-Bewusstseins, indem er die Ökologie als konservative Ideologie demaskiert. Er historisiert das Katastrophische ...
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Mit dem demagogischen Kampfbegriff "Klima-Leugner" werden solche Wissenschaftler belegt, die gegen die angebliche Tatsache eines anthropogenen Klimawandels, der unsere Zivilisation auszulöschen droht, offenen Einspruch erheben. Solche Zweifler landen schnell auf einer "Schwarzen Liste", die sie aus dem öffentlich geführten wissenschaftlichen Diskurs ausgrenzen soll. Auf dieser Liste steht auch der Name Josef Reichholf, ein unorthodoxer Naturforscher und einer der fleißigsten Verfasser populärwissenschaftlicher Literatur, der regelmäßig mit provokanten Thesen auf sich aufmerksam macht.
In seinem Buch über "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends" greift Reichholf einzelne markante Phasen heraus, an denen er erläutert, wie in den vergangenen 1000 Jahren der historische Wandel der Ökologie sich auf die soziale, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Deutschland ausgewirkt hat.
Dabei passen die positiven Impulse, die das warme Klima dem "dunklen Mittelalter" ...
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Josef Reichholf, Professor für Zoologie, bringt mit dem vorliegenden Buch völlig neue Aspekte in die Klimadiskussion: das Mikroklima von Ökosystemen und historische Verbreitung von Indikatorlebewesen (v.a. Vögel).
Dabei werden die anderswo publizierten abstrusen Blüten der gängigen Klima-Apokalypsen ("die Biosphäre wird sich nicht anpassen können") gründlich widerlegt:
Wenn es überhaupt zu einem Niedergang der Biodiversität kommt, dann vor allem durch eines: direkte Rodung zur Schaffung von intensiver landwirtschaftlicher Nutzfläche. Denn nirgendwo ist die Artenvielfalt so gering wie in Feld & Flur. Die natürlichsten Verhältnisse findet man demnach dort, wo Landwirtschaft viel zu gefährlich ist:
- auf Truppenübungsplätzen (in Mitteleuropa)
- im Tsetse-Gürtel (in den Tropen)
Ausserdem: Der direkte Einfluss eines noch so großen globalen Temperaturanstiegs hinkt deutlich hinter den Einflüssen des Mikroklimas hinterher. Wieder einmal zwei Beispiele aus ...
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Reichholf konzentriert sich auf das 2. Jahrtausend in Europa, weil es für diesen Zeitraum eingermaßen vernünftige Aufzeichnungen über die klimatischen Entwicklungen gibt. Er zeigt deutlich, wie sich das Klima zwischen wärmeren und kälteren Perioden verändert hat und welche Konsequenzen dies für die Menschen der betreffenden Epoche hatte. Die heutige Klimahysterie erfährt so durch ihre historische Einordnung eine gewisse Hinterfragung.
Das Buch besticht nicht nur durch eine interessante Zeitreise, sondern auch durch aktuelle Themen, so z.B. wie das Hochwasser heutzutage nicht nur durch Wetterkapriolen, sondern auch durch Baumaßnahmen gefördert wird.
Summa summarum ein kluges Buch eines wissenschaftlichen Autors, der geschickt Vieles hinterfragt, was dem breiten Publikum im Feld der Biologie heute als Fakten aufgetischt wird. Ich persönlich hoffe, daß dieses Buch ein Standardwerk in der Oberstufe der Schulen wird, da es nicht nur gut recherchiert ist, sondern auch zum selbständigen ...
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